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Kompetenzraster
Erste Schritte an der „Paula“ zu einem individualisierenden Unterricht mit Kompetenzrastern |
1. Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen?
Homogene Lerngruppen sind eine Illusion. Ihre Existenz wird immer wieder behauptet, aber ihr tatsächliches Vorhandensein ist ebenso unwahrscheinlich wie die Existenz von grünen Männchen auf dem Mars.
Beispiel: Nimmt man ein Unterscheidungskriterium zwischen Schülerinnen und Schülern (z.B. die Vorkenntnisse in einfacher Mathematik auf 5 Niveaus) und kombiniert dieses Kriterium mit einem weiteren (z.B. Lesekompetenz auf 5 Niveaus) erhält man 25 verschiedene Variationsmöglichkeiten. Es gibt also alleine auf dieser Basis 25 verschiedene Lernvoraussetzungen, die Jugendliche in einer Klasse mitbringen könnten. Dies könnte für das Lesen von Diagrammen im Gesellschaftslehre-Unterricht durchaus von Bedeutung sein. Für einen erfolgreichen Unterricht ist diese Unterschiedlichkeit zu beachten. Die nachfolgende Grafik zeigt, dass eine Ausrichtung am so genannten „Mittelwert“ kein Garant für erfolgreiche Lernprozesse in einer Klasse ist.
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Lesekompetenz |
| Individuelle mathematische Lernvoraus-setzungen |
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Schülerin C |
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| Schülerin A |
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Schüler D |
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Orientierung am Mittelwert |
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Schüler G |
| Schüler B |
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Schülerin E |
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2. Wir machen kleine Schritte
- Seit September 2007 arbeiten wir in einer kleinen Gruppe von Kolleginnen und Kollegen an der Veränderung unserer Unterrichtsarbeit. Die Fachkonferenzen Deutsch und Mathematik haben im Laufe des 1. Halbjahres des Schuljahres 2008/09 schuleigene Kompetenzraster entwickelt und verabschiedet. Diese werden wir im Rahmen unserer laufenden Entwicklungsarbeit jährlich weiterentwickeln und verbessern, wo es nötig ist.
- Für die Fächer Deutsch (siehe Anlage 1a; Stand: Herbst 2008) und Mathematik (siehe Anlage 1b; Stand 2/2009) haben wir auf der Basis der Bildungspläne und der schulischen Beschlüsse ein Kompetenzraster entwickelt, das alle Lernanforderungen von Jahrgang 5 bis Jahrgang 10 abbildet. Dies ist unser schulinternes Curriculum.
- Unsere Kinder und Jugendlichen werden in den Lerngruppen, in denen wir begonnen haben so zu arbeiten, mit ihren individuellen Leistungen eingeschätzt. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält seine persönliche Lernausgangslage in diesem Raster dargestellt und erläutert.
- Auf dieser Basis wird ein persönlicher Arbeitsplan verabredet, der mit einer „Check- und Trainingsliste“ (siehe Anlage 2a: Deutsch und 2b: Mathematik) verbunden ist.
- Wir arbeiten nicht mit „fertigen“ Materialien. Wir passen die Unterlagen im Arbeits-prozess immer wieder unserem neuen Erkenntnisstand an.
- Den Lernfortschritt zeigt die Schülerin / der Schüler im Rahmen individueller Prüfungen.
- Wir arbeiten nicht mit der Mehrzahl unserer Lerngruppen so, sondern wir sammeln in einem begrenzten Rahmen erste Erfahrungen.
- Wir arbeiten nicht wie im „Lernbüro“. Wir sammeln unsere Erfahrungen im fachgebundenen Regelunterricht.
- Wir arbeiten nicht in allen Stunden des Faches kompetenzorientiert, sondern nur in einigen.
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3. Warum arbeiten wir so?
a) Wir berücksichtigen die Unterschiedlichkeit der Kinder und Jugendlichen.
b) Wir fördern begabte Kinder und Jugendliche durch
- individuelle Förderung
und durch
- Enrichment (Bereicherung).
c) Wir schaffen Motivation u.a. durch
- die Ermöglichung von Erfolgserlebnissen.
- die Verantwortungsübergabe für die eigene Lerntätigkeit an den jeweiligen Lerner.
- die Chance, sich seine Lern- und Übungszeit selber einzuteilen.
- die Sichtbarmachung und Ablesbarkeit des Lernerfolgs im Kompetenzraster.
- die Schaffung eines Gesamtkontextes (durch das Kompetenzraster), in dem die jeweilige Lernanforderung steht.
- das Arbeiten in einer angenehmen und ruhigen Atmosphäre.
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Schulleitungsteam
10.03.2009
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(1a) Kompetenzraster Deutsch (als pdf-Datei) weiter... |
(1b) Muster für eine Check- und Trainingsliste Deutsch (als pdf-Datei) weiter... |
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(2a) Kompetenzraster Mathematik (als pdf-Datei) weiter... |
(2b) Muster für eine Check- und Trainingsliste Mathematik (als pdf-Datei) weiter... |
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