Mit unseren Naturtagebüchern der Natur auf der Spur – Die Umgebung entdecken, eigenständig forschen und gewinnen!

Im Wahlpflichtkurs „Gesundes Leben“ bekamen wir in diesem Schuljahr die Aufgabe, ein Naturtagebuch zu erstellen. Das Besondere daran: Wir durften uns selbst ein Thema aussuchen, das mit der Natur rund um unsere Schule zu tun hat. Dabei sind viele spannende und kreative Naturtagebücher entstanden – zu Regenwürmern, Distelfaltern, Gartenkreuzspinnen, Kürbissen und vielem mehr.

Zwei unserer Tagebücher wurden sogar beim Naturtagebuch-Wettbewerb des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) eingereicht – und ausgezeichnet!

Johanna (Grün A) hat sich mit der Roten Mauerbiene beschäftigt, für die wir in unserem Schulgarten einen Lebensraum geschaffen haben. In ihrem Tagebuch dokumentierte sie den Körperbau und die Lebensweise dieser nützlichen Wildbiene, ihre Bedeutung für die Bestäubung sowie Möglichkeiten, ihren Lebensraum zu schützen. Johannas Naturtagebuch zeigt, wie faszinierend und wichtig diese kleinen Insekten sind.

Joel (Grün C) wählte das Thema Apfel. Er erforschte das Wachstum eines Apfelbaums, die verschiedenen Apfelsorten und ihre Nutzung. Außerdem führte Joel eine Apfelverkostung mit unserem WP-Kurs durch und stellte die Ergebnisse unserer Lieblingssorten in einem Diagramm dar. Sein Naturtagebuch ist voller spannender Entdeckungen über diesen alltäglichen, aber besonderen Baum.

Johanna und Joel erhielten Urkunden und kleine Geschenke. Ein weiterer Teil ihres Gewinns ist die Umsetzung einer praktischen Naturschutzaktion auf dem Schulgelände der Paula-Modersohn-Schule. Dafür wird Herr Woltmann vom BUND im April unsere Schule besuchen und gemeinsam mit Johanna und Joel eine geeignete Maßnahme zum Schutz der Biodiversität planen und durchführen.

Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung und die Naturschutzaktion. Für uns ist klar, dass sich die Arbeit an den Naturtagebüchern wirklich gelohnt hat. Es macht Spaß, die Natur zu erforschen – besonders, wenn man dabei so viel Neues lernt!

Gewinn beim Schüler*innen-Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung

Goldschakal, Gottesanbeterin und Ambrosia – mit diesen Tieren und Pflanzen verbindet man in erster Linie „exotische Lebensräume“ und Wärme. Aber wusstet ihr, dass sie zwar ursprünglich aus anderen Regionen der Erde stammen, inzwischen jedoch in Deutschland heimisch geworden sind? Andere Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Grund dafür ist der Klimawandel. Dieser führt dazu, dass die Sommer bei uns immer wärmer und trockener werden.

Die Tatsache, dass der Klimawandel solche Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen hat, weckte zu Beginn des Schuljahres das Interesse unserer Klasse (Grün A). Über mehrere Wochen beschäftigten wir uns im NW-, GL- und WAT-Unterricht sowie im Klassenrat mit den Veränderungen des Klimas in Deutschland und den Auswirkungen auf verschiedene Tiere und Pflanzen. Ziel war es, zu unseren Erkenntnissen selbst ein „Nachrichten-Video“ zu erstellen, das wir beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) eingereicht haben. 

Für unsere Recherche unternahmen wir auch einen Ausflug am Nachmittag ins Klimahaus Bremerhaven und nahmen dort am Workshop „Dem Netz auf der Spur“ teil. Außerdem luden wir den Bezirksförster Jasper Krüger zu einem Interview in unsere Klasse ein. Dabei konnten wir all unsere Fragen stellen und uns fiel auf, dass die Folgen des Klimawandels spürbar sind. Aber: Jeder von uns kann etwas tun, um die Umwelt zu schützen.

Letzte Woche erhielten wir die Nachricht, dass unser Video die Jury der bpb überzeugte. Es wurde aus über 1.200 Einsendungen ausgewählt und mit 150 Euro ausgezeichnet.

Um auch euer Interesse an dem Thema zu wecken, zum Abschluss noch zwei spannende Tatsachen zu den wärmeliebenden Tieren und Pflanzen: Manche weiblichen Gottesanbeterinnen beißen den Männchen nach der Paarung den Kopf ab, und die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ist einer der stärksten Pollenallergie-Auslöser in Europa.

„Unsere Stimme zählt“ – Die Juniorwahl an der Paula

„Demokratie erleben, mitbestimmen und Verantwortung übernehmen – das durften wir bei der Juniorwahl im Haus der Kindheit und im Haus der Jugend selbst erfahren! Wir konnten hautnah erleben, wie demokratische Wahlen ablaufen und warum sie so wichtig sind.

In den letzten Wochen beschäftigten wir uns im Unterricht mit den Themen Demokratie und Beteiligung. Wir haben über Wahlgrundsätze gesprochen, die Zusammensetzung des Bundestags kennengelernt und uns mit den Programmen der Parteien auseinandergesetzt. In kleinen Gruppen stellten wir unsere Ergebnisse vor, hörten verschiedene Meinungen und diskutierten über wichtige Themen.

Dann wurde es ernst: Der Wahltag war da! Mit Ausweisen, Wahlbenachrichtigungen, einem Wähler*innen-Verzeichnis, Wahlzetteln, Wahlkabinen und einer Wahlurne lief alles genauso ab, wie bei einer echten Wahl. Am Dienstag wählte das Haus der Jugend, am Mittwoch war das Haus der Kindheit dran. Es war spannend, unser Kreuz für die Kandidat*innen und Parteien zu setzen, die uns unserer Meinung nach am besten vertreten.

Durch die Juniorwahl merkten wir, wie wichtig es ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, sich mit der Bedeutung einer Demokratie zu beschäftigen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Die Auswertung der Stimmen war interessant, aber auch sehr anstrengend. Besonders interessant war der Vergleich zwischen den Wahlergebnissen unserer Schule und denen der Bundestagswahl. Demokratie lebt davon, dass wir mitmachen und uns beteiligen – und das wollen wir auch in Zukunft tun!“

Bericht von Anastasija, Kacper, Lias und Devin aus der Grün A

Ein Einblick in die Paula auf Spanisch

Wir sind Marita, Amiyahcita und Emmita. In diesem Video präsentieren wir euch unsere Tarea final für das erste Halbjahr. Die Aufgabe war,  unsere Schule auf Spanisch vorzustellen und zu zeigen, was wir dieses Halbjahr gelernt haben. 

Wir haben gelernt, unseren Schulalltag auf Spanisch zu beschreiben und wie die Fächer auf Spanisch heißen. Außerdem hat Frau Walter erklärt, wie Schule in Spanien und Lateinamerika funktioniert. 

Viel Spaß beim Anschauen.

En este video presentamos nuestra escuela y mostramos las salas. También hablamos de nuestro día escolar. 

Esperamos que os guste. 

„Das Vertrauen der Schule ist schon etwas Besonderes“ – Schulführer:innen beteiligen sich an universitärem Projekt

Seit mittlerweile vielen Jahren sind die Schulführer:innen ein fester Bestandteil unserer Schule. Egal welche Gäste zu Besuch sind, ob Viertklässler aus anderen Bremerhavener Schulen oder die Jury des Deutschen Schulpreises aus Berlin, unsere Schulführer geben gerne ihr Wissen über unsere Schule weiter.
Mittlerweile hat das Projekt auch die Aufmerksamkeit der Universität auf sich gezogen. Anfang Januar haben sich 4 Schulführer:innen aus den Lernjahren 3-5 an einem studentischen Forschungsprojekt der Universität Bremen beteiligt, welches den Einfluss von schulischen Partizipationsmöglichkeiten auf den Sozialisationsprozess von Schüler:innen untersucht hat. Hierbei gaben sie in jeweils knapp 20-minütigen Interviews bereitwillig Auskunft über ihre Rolle und Aufgaben als Schulführer:in.
„Ich habe im Rahmen einer Veranstaltung des Schulamtes im letzten Jahr selbst eine Schulführung bekommen und war von dem Konzept sehr begeistert, als dann die Aufgabe der Universität kam, sich forschend mit Sozialisation zu beschäftigen, habe ich sofort daran zurückgedacht“, sagt Kilian Meinert, der Lehramt für Englisch und Politik-Arbeit-Wirtschaft studiert und das Projekt mit den Schüler:innen durchgeführt hat.

Und das Ergebnis? Schulführer:in zu sein hat verschiedenste Vorteile. Das Fördern von Selbstsicherheit und Verantwortungsbewusstsein steht dabei an erster Stelle „schließlich haben wir ja auch einen Schlüssel, den wir auch lieber nicht verlieren sollten“, erklärt Chiara aus Lernjahr 4. Lias aus Lernjahr 3 betont außerdem die Wichtigkeit von Absprachen und Teamfähigkeit zwischen den Schulführer:innen, die in wechselnden Teams agieren und sich immer wieder auf ihre Kolleg:innen und Gäste einstellen müssen. Doch nicht nur für die persönliche Entwicklung ergeben sich durch die Tätigkeit als Schulführer:in Vorteile, auch die Bindung zur Schule wird gestärkt, berichten die Schülerinnen übereinstimmend. Ilyas (Lernjahr 5) meint „das Vertrauen der Schule ist schon etwas Besonderes“ und lobt wie viel den Schulführer:innen vonseiten der Schule zugetraut wird.

„Solche Einblicke zu bekommen ist erstens sehr interessant für das Projekt und zweitens hat man im Rahmen des Studiums nur selten die Möglichkeit so ausführlich und spezifisch mit Schülerinnen in Kontakt zu treten, das macht das Ganze umso wertvoller. Ich danke der Schule sehr für diese Möglichkeit“, zeigt sich Kilian Meinert zufrieden mit den Ergebnissen der Untersuchung. Abschließend fragt er die Schulführer:innen, ob sie sich vorstellen könnten bis zum Ende ihrer Zeit an der „Paula“ weiter in dieser Rolle tätig zu sein. „Ja, auf jeden Fall“, lautet die einstimmige Antwort. Was für eine Frage…

Text: Kilian Meinert, Student an der Universität Bremen und Stipendiat des Bremerhavener Lehramtsstipendiums