Auf der Spur bunter Geheimnisse zum Erfolg beim Wettbewerb „Das ist Chemie“ 2026

Wir nutzen sie jeden Tag: Papier und schwarze Stifte. Doch aus naturwissenschaftlicher Perspektive sind diese Alltagsgegenstände erstaunlich spannend. Papier lässt sich aus alten Fasern sogar selbst herstellen und hinter der scheinbar einfachen schwarzen Farbe eines Filzstifts verbergen sich oft viele verschiedene Farbstoffe. Mithilfe der Chromatographie können diese sichtbar gemacht werden.

Mit diesen Themen beschäftigten wir uns in diesem Jahr beim Wettbewerb „Das ist Chemie“ 2026. Das Wettbewerbsthema drehte sich um Papier, seine Herstellung, seine Eigenschaften und seine Wiederverwertung. Wir schöpften eigenes Papier, führten verschiedene Chromatographie-Versuche durch und untersuchten, wie sich unterschiedliche Stifte und Papiersorten auf die Ergebnisse auswirken. Außerdem beschäftigten wir uns mit theoretischen Fragen zur Papierherstellung und zum Papierrecycling.

Unsere Arbeit war ein voller Erfolg: Alle drei Teams aus der Grün A erhielten die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs „sehr erfolgreich teilgenommen“. Als Anerkennung erhielten wir Urkunden und Buchgutscheine. Besonders stolz sind wir darauf, dass die Paula dadurch bereits zum zweiten Mal in Folge einen Schulpreis beim Wettbewerb gewann und als Preis eine Kiste mit verschiedenen Laborgeräten erhielt.

Insgesamt nahmen neun Schüler*innen aus der Grün A in drei jahrgangsübergreifenden Teams teil:

  • Simay (Lernjahr 1), Tylina (Lernjahr 2) und Johanna (Lernjahr 3)
  • Neo (Lernjahr 1), Kacper (Lernjahr 3) und Siraç (Lernjahr 3)
  • Junis (Lernjahr 1), Mayla (Lernjahr 2) und Hannah (Lernjahr 2)

Für unsere Wettbewerbsbeiträge investierten wir viel Zeit. Zahlreiche Experimente und Auswertungen fanden nachmittags, in Freistunden und teilweise sogar in den Pausen im NW-Raum statt. Unterstützt und begleitet wurden wir dabei von Frau Schläger. Besonders die Zusammenarbeit in den Teams machte viel Spaß und half uns dabei, die verschiedenen Aufgaben erfolgreich zu bearbeiten.

Ein besonderes Highlight war die feierliche Preisverleihung am 27. Mai 2026 in Bremen. Dort wurden alle neun Schüler*innen ausgezeichnet. Siraç, Mayla, Johanna und Simay vertraten die Paula mit einem eigenen Vortrag. Neben Fachwissen zum Thema Papier präsentierten sie Quizfragen und spannende „Wow-Wissens-Fakten“. Außerdem erklärten sie anschaulich, wie sie bei ihren Experimenten vorgegangen waren und welche Herausforderungen dabei zu bewältigen waren. Der Wettbewerb hat unsere Begeisterung für Naturwissenschaften weiter gestärkt und gezeigt, wie spannend wissenschaftliches Arbeiten sein kann. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Luise Kühn für die Organisation des Wettbewerbs und die Einladung zur Preisverleihung.

Tolle Nachricht: Spende von Inner Wheel als Unterstützung für unsere Basararbeit

Wir, Tylina und Johanna aus der Grün A, durften die Paula bei der Spendengala von Inner Wheel vertreten und eine großzügige Spende für unsere Basararbeit entgegennehmen.

In einer kurzen Rede berichteten wir, warum wir jedes Jahr gerne am Weihnachtsbasar teilnehmen. Besonders gefällt uns die gemeinsame Herstellung der Produkte im Unterricht. Dabei können wir kreativ sein, zusammenarbeiten und etwas gestalten, das später für einen guten Zweck verkauft wird. Auch der Verkauf auf dem Basar macht uns viel Spaß, weil wir dort mit vielen Menschen ins Gespräch kommen und unsere Produkte präsentieren können.

Während der Veranstaltung haben wir außerdem interessante Einblicke in weitere Projekte erhalten, die von Inner Wheel unterstützt werden. Es war spannend zu sehen, wie viele Menschen sich für Kinder und soziale Projekte engagieren.

Wir bedanken uns herzlich für die großzügige Spende. Sie unterstützt uns dabei, auch in Zukunft Materialien für die Herstellung unserer Basarprodukte anzuschaffen und unsere erfolgreiche Basararbeit fortzuführen.

Lange Nacht der Museen – Schülerinnen und Schüler der Paula-Modersohn-Schule stellen aus

Zur der Langen Nacht der Museen in Bremen, am 30. Mai 2026 und anlässlich ihres 150. Geburtstages, haben wir uns im Kunstunterricht mit den Arbeiten von Paula Modersohn-Becker befasst.

In Anlehnung an die Ausstellung „Becoming Paula“, die zur Zeit im Paula-Modersohn-Becker-Museum zu sehen ist, haben die Schülerinnen und Schüler der Blau D und der Grün E sich zunächst mit mit der künstlerischen Entwicklung Paulas beschäftigt, sich anschließend mit der Technik der Kaltnadelradierung an Paula angenähert und deren Arbeiten auf eigene Weise interpretiert. Auch Paula Modersohn-Becker hat übrigens einige künstlerische Arbeiten (insgesamt 13), in der Technik der Radierungen hergestellt.

In der Langen Nacht der Museen präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten im Dialog mit den Gemälden Paulas (kleinformatige Kopien). So kann der Blick und die Interpretation der Jugendlichen auf die Ausdrucksweise Paulas sichtbar werden. Hier ist die Ankündigung zur Ausstellung im Rahmen der Langen Nacht der Museen zu finden.

Das Projekt für die Ausstellung wurde maßgeblich durch die beiden Lehramtstudentinnen Cansel Ayaydin und Zharick Buitrago von der Universität Bremen konzipiert, angeleitet und durchgeführt.

Friederike Bünjer

Erfolgreiche Teilnahme der Grün A am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung mit einem selbst entwickelten Entrance-Game „Zoos – Artenschutz oder Tierquälerei?“

Mit unserem Spiel zum Thema „Zoos – Artenschutz oder Tierquälerei?“ haben wir beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung einen Preis gewonnen. Die Frage, ob Zoos wichtig für den Artenschutz sind oder Orte der Tierquälerei, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Einerseits kann man in Zoos faszinierende Tiere sehen, andererseits gibt es immer mehr Kritik an den Haltungsbedingungen und Konzepten der Zoos. Wir finden es wichtig, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen, und brauchen Fachwissen, um uns eine Meinung bilden zu können. Also entstand die Idee, uns im Unterricht genauer mit diesem Thema zu befassen und dabei ein „Entrance-Game“ zu entwickeln, das von Schüler*innen unseres Alters gespielt werden kann.

In unseren NW- und GL-Stunden wählten wir demokratisch Tiere aus, die in unserem Spiel eine besondere Rolle spielen sollten (Eisbären, Humboldt-Pinguine, Pumas, Schimpansen und Königspythons). Wir recherchierten in Kleingruppen und überlegten, welche Fachleute wir einbeziehen könnten, um mehr über das Thema zu erfahren. Wir führten Interviews mit Paulina Kuhn vom Deutschen Tierschutzbund sowie mit Mitarbeiterinnen des Zoos am Meer in Bremerhaven, um unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen. Aus den wichtigsten Erkenntnissen dieser Gespräche und unseren Recherchen entwickelten wir schließlich die Quizaufgaben für unser Entrance-Game. Als wir zum Abschluss jede*r von uns ein Fazit verfasste, zeigte sich, dass die Meinungen innerhalb der Klasse unterschiedlich waren und sich häufig auch im Vergleich zum Beginn unseres Projekts verändert hatten. In einem Testlauf probierten drei Klassen der Paula unser Spiel aus, während jeweils zwei oder drei Schüler*innen aus unserer Klasse die Gruppen begleiteten.

Unser Entrance-Game reichten wir schließlich beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung ein. Im März erhielten wir dann die tolle Nachricht: Unser Spiel wurde mit einem Preisgeld von 250 Euro ausgezeichnet! Frau Dr. Körner, als Vertreterin der Bundeszentrale, kam extra in unseren Unterricht, überreichte uns die Urkunde und verkündete, dass unser Spiel sogar im Spielemuseum in Chemnitz ausgestellt wird. Wir sind sehr stolz auf diesen Erfolg und freuen uns, wenn viele Schüler*innen unser Spiel nutzen, um sich mit Zoos zu befassen.

Von Schüler*innen der Grün A

Bericht über die Klimakonferenz-Simulation in Bremerhaven

Am 23. Februar 2026 fand in Bremerhaven eine besondere Veranstaltung statt: die Klimakonferenz-Simulation. An der Paula-Modersohn-Schule und den Kaufmännischen Lehranstalten nahmen jeweils etwa 90 Schüler:innen teil. In der „Paula“ waren dieses Jahr die Klassen GRÜN d,e,f und ROT e + f daran beteiligt. Ziel war es, eine echte UN-Klimakonferenz möglichst realistisch nachzustellen.

Zu Beginn der Simulation wurden die Schüler:innen in das Thema Klimawandel eingeführt. Dabei erfuhren sie, wie sich das Klima aktuell verändert und warum es so wichtig ist, den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen. Das zentrale Ziel der Simulation, angleichend zum Pariser Klimaabkommen, ist es, die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf möglichst 1,5°C zu begrenzen.

Anschließend wurden die Schüler:innen in sechs verschiedene Ländergruppen eingeteilt. Jede Gruppe vertrat ein Land oder eine Region und erhielt dazu passende Informationen und Ziele. Es waren China, die USA, Indien, die EU und andere Industrie- und Entwicklungsländer vertreten.  Nach einer kurzen Vorbereitungszeit begann die eigentliche Simulation.

Die Aufgabe der Gruppen bestand darin, wichtige Entscheidungen zur Klimapolitik zu treffen. Dazu gehörten:

  • das Festlegen von Emissionszielen für fossile Brennstoffe,
  • Entscheidungen zur Entwaldung und Landnutzung,
  • sowie das Einrichten eines Klimafonds.

Nach der Arbeitsphase stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse in einer kurzen Rede vor. Die festgelegten Ziele wurden anschließend in ein spezielles Computerprogramm (C-Roads) eingegeben. Dieses Programm zeigte, wie sich die Entscheidungen auf das Klima auswirken würden. Dabei wurde schnell deutlich, wie schwierig es ist, das 1,5°C-Ziel zu erreichen.

Die Simulation bestand aus mehreren Runden, sodass die Schüler:innen ihre Strategien verbessern konnten. Dabei mussten sie miteinander verhandeln und Kompromisse eingehen – ähnlich wie bei echten internationalen Klimakonferenzen. Dies war nicht nur anspruchsvoll, sondern auch emotional herausfordernd. Immerhin schafften es die Schüler:innen der „Paula“ durch zähe Verhandlungen, den Klimaindex auf 1,6°C zu senken, auch wenn sie rein rechnerisch dafür einen Klimafonds in Höhe von 535 Mrd. US-Dollar aufnehmen hätten müssen.

In der abschließenden Nachbereitung tauschten sich die Schüler:innen über ihre Erfahrungen, Gefühle und Erkenntnisse aus. Viele erkannten, wie komplex Klimapolitik ist und dass nur gemeinsames Handeln zu Lösungen führen kann.

Die Klimakonferenz-Simulation wurde vom Verein Multivision e.V. durchgeführt, einer Organisation, die sich für nachhaltige Bildung einsetzt und von der UNESCO ausgezeichnet wurde. Dank der Unterstützung durch die Initiative „¾ plus Bremerhaven“ war die Teilnahme für die Schüler:innen kostenlos.

Insgesamt war die Simulation eine lehrreiche Erfahrung, die nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch zeigte, wie wichtig Zusammenarbeit und Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel sind.

Auch das Radio hat über unsere Konferenz berichtet. Der Beitrag kann unter Bremerhavener Schüler retten das Klima mit eigener Konferenz – buten un binnen abgerufen werden.

Dr. S. Gäbler-Schwarz und M. Schubert