Der Schulentwicklungsbericht für das Schuljahr 2019/2020 ist jetzt hier abrufbar.
Kategorie: Allgemein
Weil ihr es uns wert seid!
So eine Abschlussfeier hat die „Paula“ noch nie gesehen! 91 Prüflinge aus den 12 Klassen des „Haus der Jugend“ bekamen ihr Zeugnis und wurden in Corona-Zeiten unter Wahrung des Abstandsgebots feierlich verabschiedet.

Statt einer großen Feier an einem Tag gab es zwölf Feiern an zwei Tagen. Für den Prüfungsjahrgang insgesamt 6 Stunden Abschiedsparty. Statt einer prall gefüllten Aula ein Abschied mit Abstand, intim und familiär. Und anders als sonst eröffnete sich so die einmalige Gelegenheit, in einer be-sonderen Zeit jeden einzelnen Prüfling ganz besonders zu verabschieden.
Mit der Verabschiedung des diesjährigen Prüfungsjahrgangs endet der Aufbau dessen, was 2011/12 als „Neue Paula“ startete. Der diesjährige Abschlussjahrgang hätte ein rauschendes Fest verdient!

Die Einschulung 2014 stand noch ganz im Zeichen des Umbaus. Das „Haus der Kindheit“ wurde fit gemacht für die Inklusion. Überall Staub und Holzwände, die die Baustellen von den Schülerinnen und Schülern abschirmten. Der Unterricht für die ROT c begann 2014 auf dem Fußboden. Der neue Bodenbelag war erst am Vorabend verlegt worden.
Die Säule GRÜN bestand bis zum Sommer nur aus zwei Klassen. Letztmalig mussten die Kinder aus diesen zwei grünen Klassen auf drei Klassen aufgeteilt werden. Mit der Gründung der GRÜN c war der Aufbau der Säule GRÜN, die noch fehlte, abgeschlossen und endlich bestand das „Haus der Kindheit“ aus den 12 jahrgangsgemischten Klassen.
Trotz Corona gab es auch im Schuljahr 2019/20 wieder gute Abschlüsse. Fünf Schülerinnen und Schüler wurden sogar neu in die Ewige Bestenliste der Schulleitung aufgenommen.
Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen zum Schulabschluss.
Kiek mol wedder rin!
Paula lobt! 2020
Wir waren wieder gut vorbereitet. Als Festredner für das 19. Mal „Paula lobt!“ hatte schon im letzten Jahr der vor kurzem pensionierte Landes-behindertenbeauftragte Dr. Joachim Steinbrück fest zugesagt.
Auch eine Reihe von Laudatorinnen und Laudatoren standen schon in den Startlöchern. Dann erwischte uns die Corona-Pandemie. Noch im März glaubten wir, es sei nur ein kurzer, wenn auch heftiger Einschnitt in unser Schulleben. Aber schon im April zeigte sich, dass die Auswirkungen deutlich größer sein werden, als am Anfang geahnt. Auch alle anderen Veranstaltungen und Feierlichkeiten mussten leiden. Statt einer Mottowoche für den Prüfungsjahrgang gab es in diesem Jahr nur einen kleinen Motto-Nachmittag. Statt einer großen Abschluss-feier in der Aula wird es in diesem Jahr 12 kleine feierliche Zeugnisübergaben geben. Wie die Einschulung der neuen „Paulaner“ Ende August gelingen wird, ist noch ungeklärt.
Seit einigen Jahren beteiligen sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule am Weihnachtsbasar von „Inner Wheel“ Bremerhaven im Atlantic Hotel Sail-City. Vor einigen Tagen meldete sich Frau Gonschorek von „Inner Wheel“ bei uns. Sie ist der Auffassung, dass trotz Pandemie auch 2020 das Lob für unsere Schülerinnen und Schüler nicht vergessen werden darf.
Wir bedanken uns im Namen aller Mitglieder der Schulgemeinschaft der Paula-Modersohn-Schule für diese netten Worte und hoffen sehr, dass wir „Paula lobt!“ 2021 wieder im großen Stil in unserer Aula feiern können.
Motto-Tage 2020
Im Februar fand das letzte Planungstreffen von Schüler*innen, Vertrauenslehrkräften und Schulleitung statt… Und dann kam alles anders!

Trotzdem wollten wir nicht auf mindestens einen Hauch von „Motto-Tag“ verzichten. Mit einem entsprechenden „Schutz- und Hygienekonzept“ können sich bis zu 50 Personen im Freien versammeln. Diese Chance haben wir genutzt.
Alle Prüflinge der 12 Klassen aus dem „Haus der Jugend“ wurden Säulenweise zu einem Treffen mit ihren Klassenlehrkräften eingeladen. Einzige Bedingung für das Gelingen dieser Veranstaltung war: schönes Wetter! Man muss auch mal Glück im Leben haben und wir hatten Glück!




Jetzt bereiten wir die Zeugnisübergabe vor. Das Schutz- und Hygienekonzept ist fertig, und so brauchen wir auch in diesem Fall nur zwei Dinge: Glück mit dem Wetter und festliche Stimmung.
Brief an die Schülerschaft #16
Liebe Schülerinnen und Schüler,
Covid-19 ist ein fieses Virus. Die Behauptung, dass es für junge Leute harmlos ist, hat sich in den letzten Wochen nicht bewahrheitet. Auch die Behauptung, es handle sich bei dieser Erkrankung nur um eine etwas schlimmere Grippe, hat sich nicht bewahrheitet.
In dieser Woche gibt es erste Lockerungen. Einzelne Geschäfte öffnen und in der nächsten Woche werden wir 4 Stunden Unterricht für die Jugendlichen aus dem Lernjahr 6 durchführen. Fachkundige Wissenschaftler weisen darauf hin, dass jede Öffnung auch eine Gefahr ist. Wir alle können froh sein, dass es uns bisher nicht so schlecht ergangen ist, wie den Menschen in Bergamo, Italien, oder in Madrid, Spanien. Mit großem Schrecken habe ich die Fernsehberichterstattung über New York, USA, verfolgt. In vielen Ländern unserer Erde wird die Krankheit erst in den nächsten Wochen in starker Weise auftreten. Ein riesiges Problem in den Ländern, wo es keine Krankenversicherung gibt, wo es eine schlechte Gesundheitsversorgung gibt, wo viele Menschen unter schlechtesten Bedingungen leben müssen. Die Weltgesundheitsorganisation warnt und ruft zur Solidarität auf. Auch eine Forderung an uns alle. Zur Solidarität mit anderen gehört auch, dafür Sorge zu tragen, dass diese Krankheit sich so langsam wie möglich ausbreitet. Es gilt, Zeit zu gewinnen, damit ein Impfstoff gefunden und produziert werden kann.
Wir alle wissen nicht, wie es in den nächsten Wochen weitergehen wird. Das macht auch die Leitung einer Schule schwer. Wir schmieden Pläne, beraten uns im Kollegium und mit anderen, wir treffen Vorbereitungen. Lernen, das ist der Streit um die Wahrheit, das Ringen um Erkenntnis, der lebendige Austausch von begründeten Ansichten. Dazu muss man miteinander arbeiten, sich in die Augen gucken, beieinander sein. Das wollen wir alle. Wir haben tolle Räume, die darauf warten, benutzt zu werden.
Trotzdem müssen wir heute sagen: Wir wissen nicht, ob bis zu den Sommerferien alle Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit haben, in irgendeine Form von schulischem Unterricht zurückzukehren. Noch für längere Zeit wird das Internet und die Kommunikationsmöglichkeiten, die wir uns da erarbeiten, unser Lernort sein, vielleicht nicht ganz und ganz sicher nicht dauerhaft!
Inzwischen konnte sich ein großer Teil von euch bei „It’s Learning“ anmelden. Es gibt die Klassenstunde im Internet-Chat und vieles andere mehr. Wir stehen als Schulgemeinschaft wieder enger im Kontakt. Aus diesem Grund ist dies heute der letzte Brief dieser Serie, die wir mit der Schulschließung im März angefangen haben. Jetzt müssen wir uns mit neuen, anderen Mitteln der Aufgabe widmen, uns unser Schulleben zurückzuholen.
Das Virus kennt keine Grenzen, wir „Paulaner“ auch nicht! Miteinander leben, füreinander da sein, dafür eintreten, dass jeder ohne Angst verschieden sein darf. Dafür treten wir ein. Wir sind eine Schule, die Lösungen gefunden hat. Das machen wir gemeinsam weiter so!
Euer
Joachim Wolff
(Schulleitungsteam)
