Zweites Gold an die Paula

Die Paula-Modersohn-Schule wurde zum zweiten Mal als „Verbraucherschule GOLD“ (2019-21) ausgezeichnet. Schon für den Zeitraum 2017-19 trug die „Paula“ das Siegel der Verbraucherzentrale, das Schulen auszeichnet, die Verbraucherbildung in den Bereichen Konsum, Medien, Finanzen und Nachhaltigkeit vorbildlich in den Schulalltag integriert haben.

Jetzt wurde die Paula erneut mit Gold ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung fand am 3.2.2020 in der Hessischen Landesvertretung in Berlin statt. Überreicht wurde die Urkunde von der Justiz- und Verbraucherschutzministerin Christine Lambrecht und dem Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes Klaus Müller.

Die Paula hatte sich u.a. mit ihrer Lernwerkstadt, dem BUND-Kurs „Im BUND mit der Natur“, der Kooperation mit der Stadtbibliothek mit QR-Code-Rallye und dem Kurs zu „Fake News“ beworben und erfüllte damit die höchsten Anforderungen, die zur Auszeichnung in Gold führten. Bundesweit wurden 57 Schulen aus 13 Bundesändern ausgezeichnet, die „Paula“ ist die einzige Verbraucherschule im Land Bremen.

Claudia Bernhard, Bremer Senatorin für Gesundheit, Verbraucherschutz und Frauen betont, wie wichtig Verbraucherbildung sei: „Sie wird zu einer immer wichtigeren Kompetenz, gerade für junge Menschen.“ Die Konsumwelt böte einerseits scheinbar grenzenlose Möglichkeiten und hielte tagtäglich doch so viele Fallstricke parat“, meint die Senatorin. „Die erneute Auszeichnung der Paula-Modersohn-Schule in Bremerhaven zur Verbraucherschule freut mich außerordentlich, denn es zeigt, dass man den selbstbewussten, kritischen und aufgeklärten Umgang mit Konsumgütern wunderbar in die Lernwelt Schule integrieren kann“, so Claudia Bernhard.

Verbraucherschutzministerin Lambrecht, Frau Hoffmann, Frau Peetz, Vorstand Verbraucherzentrale Müller

Vor der Übergabe der Urkunden mussten alle Teilnehmer*innen bei einer Smartphone-Rallye ihr Wissen im Bereich „Mein erstes eigenes Geld“ und „Fake Shops“ unter Beweis stellen. Frau Peetz und Frau Hoffman schlugen sich gut und konnten so zusätzlich ein Kartenspiel zur Verbraucherbildung mit nach Bremerhaven nehmen.

Frau Hoffmann und Frau Peetz bei der Smartphone-Rallye

Über jede prämierte Schule hat die Verbraucherzentrale ein Plakat erstellt, das hier angeschaut werden kann: Plakat Verbraucherschule

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz berichtet in ihrem Newsletter von der Auszeichnungsveranstaltung „Verbraucherschule“ und auch über die Lernwerkstadt an der Paula. Der Newsletter kann hier angeschaut werden.

SOMA-Würfel – Ein Geburtstagsgeschenk für die „Paula“!

Soma-Würfel bestehen aus 27 einzelnen Würfeln, die zu 7 Gebilden verbunden sind, eines mit 3 und sechs mit 4 Elementen. Diese sieben Elemente kann man zu einem großen 3 x 3 x 3 Würfel zusammensetzen. Dafür gibt es 240 verschiedene Möglichkeiten. Kein Wunder also, dass Mathematiker sich für solche Würfel interessieren.

An vielen Schulen wird mit diesen Würfeln gearbeitet, auch an unserer. Jetzt verfügt die „Paula“ allerdings über einen ganz einzigartigen Würfel! Diesen verdanken wir einer Idee von Hartwig Wiest, dem ehemaliger Stellvertretender Schulleiter des SZ Geschwister Scholl-GyO. Die Förderung junger Menschen in mathematischen und naturwissenschaftlichen Projekten war ihm immer ein großes Anliegen, das er mit viel Engagement und Herzblut verfolgt hat. Als Freund unserer Schule war es ihm ein großes Bedürfnis, uns von den vielfältigen Möglichkeiten zu begeistern, die sich für den Mathematikunterricht durch den Einsatz von fast lebensgroßen SOMA-Würfeln ergeben. Leider konnte er durch seinen frühen Tod die Realisierung dieser Idee, die ihm sehr am Herzen lag, nicht mehr erleben.

Es brauchte aber noch einen weiteren Freund unserer Schule, um die Idee eines Riesenwürfels Wirklichkeit werden zu lassen. Anlässlich seines 50. Geburtstags bat Matthias Dietzel seine Gäste, ihm keine Geschenke zu machen, sondern für die „Paula“ zu spenden. Dieses Geburtstagsgeschenk machte es uns möglich, einen SOMA-Würfel mit einer Höhe von 1,20 m in Auftrag geben, wobei jeder einzelne der 27 Einzelwürfel eine Kantenlänge von 40 cm hat. Danke!

Inner-Wheel-Weihnachtsbasar

Kekse, Marmelade, Feigensenf, Apfelmus, Apfelgelee, genähte Säckchen und Vogelfutterglocken – all diese tollen Dinge stellten die Schüler*innen der Paula-Modersohn-Schule über Wochen in ihrem WAT-Unterricht her. Sie kochten, bastelten und gestalteten Plakate mit viel Mühe, damit alles auf dem 43. Inner-Wheel-Weihnachtsbasar im Atlantic Hotel Sail City angeboten werden konnte. Am Samstag, den 16. November, war es dann endlich so weit – mit Weihnachtsmützen startete ein erfolgreicher Verkauf, den die Schüler*innen selbst übernahmen. Die gesamten Einnahmen von über 470 Euro wurden für wohltätige Zwecke gespendet.

(Bericht von 2 Schülerinnen der Grün C)

Kunstschüler*innen stellen ihre Arbeiten aus

Selbstbildnisse Paulas Schüler*innen
Selbstbildnisse der Grün C

Die Klassen Grün C, D und F stellen im Rahmen der Sonderausstellung „Ich bin ich – Paula Modersohn-Becker. Die Selbstbildnisse.“ im Paula Modersohn-Becker Museum ihre Arbeiten aus. Lesen sie hier die Pressemitteilung der Museen Böttcherstraße mit weiteren Informationen zu den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.

Forschungsreise nach Bayern

Im November 2018 entstand im Rahmen einer bundesweiten Fortbildung an der „Paula“ die Idee zum pädagogischen Nord-Süd-Dialog von unten. Schnell waren sich die Schulleitungen der Mittelschule an der Weinberger Straße aus Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) und der „Paula“  einig, dass es kein kollegialer Schulbesuch sein soll, sondern dass ein Austausch zwischen den Schulgemeinschaften (also Schüler*innen, Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen) angestrebt wird.

Mit Hilfe unseres Elternvereins „Freunde der Paula-Modersohn-Schule“, konnte die Reise am Sonntag, den 29.09., und Montag, den 30.09.2019, realisiert werden. Drei Elternvertreter, vier Schüler*innenvertreter, drei Lehrkräfte und ein Mitglied des Schulleitungsteams machten sich auf den Weg, die Themen „Inklusion“ und „Individualisierung“ an der bayrischen Partnerschule zu erforschen.

Nach sechseinhalb Stunden erreichten die Forschungsreisenden wohlbehalten und pünktlich (trotz Sturmwarnung) den Bahnhof von Neumarkt. Die Gastgeber, ebenfalls Eltern, Schüler*innen und Lehrkräfte bereiteten den Reisenden einen warmherzigen Empfang. Nach einer gemeinsamen Wanderung am Abend und einem Abendessen in toller Umgebung war das Eis zwischen allen Teilnehmern dieses Experiments in Sachen „gemeinsamer Schulentwicklung von unten“ gebrochen. Erste Erfahrungen wurden ausgetauscht und viel Zeit mit der Klärung der unterschiedlichen Regelungen in den jeweiligen Bundesländern verbracht.

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